Kältetherapie bei einem oder mehreren Körperteilen

 

Definition:

Behandlung mit lokaler Applikation intensiver Kälte in Form von Eiskompressen (in Eiswürfel getauchte bzw. mit Eiswürfeln gefüllte oder mit Salzwasser gefrorene Frottiertücher), tiefgekühlten Eis-/Gelbeuteln (in strapazierfähiger Plastikfolie eingeschweißte gelartige Silikatmasse), direkte Abreibung (Eismassage, Eiseinreibung), Kaltgas und Kaltluft mit entsprechenden Apparaturen sowie Eisteilbädern in Fuß- oder Armbadewannen.

 

Therapeutische Wirkung:

  1. Dämpfung von Entzündungen.
  2. Herabsetzung der Nervenleitgeschwindigkeit mit Hemmung der Nozizeptoren.
  3. Anregung der Aktivität der Muskelspindeln mit Muskeltonuserhöhung bei kurzzeitigem
    Kältereiz.
  4. Minderung der Aktivität der Muskelspindeln mit Muskeltonussenkung bei länger dauerndem Kältereiz.

Indikationen:

  1. Schwellung, Reizung und/oder Entzündung, posttraumatisch, postoperativ, entzündlich.
  2. Schmerzen.
  3. Spastische Paresen (länger dauernder Kältereiz).
  4. Schlaffe Paresen (kurzfristiger Kältereiz).

Therapieziel:

  1. Schmerzlinderung.
  2. Muskeltonusregulation.
  3. Minderung einer Schwellung, Reizung, Entzündung.

Leistungen:

  1. Aufbereitung bzw. Vorbereitung der Behandlung gemäß Applikationsform.
  2. Behandlung eines Körperteils oder mehrerer Körperteile entsprechend dem
    individuell aufgestellten Behandlungsplan mit der jeweiligen Applikationsform.
  3. Überwachung des Patienten.

Regelbehandlungszeit:

Richtwert: 5 bis 10 Minuten.